Sensible Präzisionselektronik, ein langer Transportweg nach Japan und die Anforderung, dass dabei nichts schiefgehen darf. Das war die Ausgangslage, mit der das Institut für Teilchenphysik und Astrophysik (IPa) der ETH Zürich auf uns bei Sarna Plastec zukam. Was folgte, war ein spannender Entwicklungsprozess aus Verpackungskompetenz,
Das Projekt: Präzisionselektronik auf dem Weg nach Japan
Das Forschungsprojekt Hyper-Kamiokande ist eines der ambitioniertesten Physikexperimente weltweit. Der gleichnamige Unterwasserdetektor in Japan soll Neutrinos und Protonenzerfälle messen und damit fundamentale Fragen zur Entstehung des Universums beantworten. Die dafür benötigte Hochleistungselektronik wird unter anderem am IPa der ETH Zürich entwickelt.
Für den sicheren Transport dieser hochsensiblen Unterwasser-Präzisionselektronik nach Japan brauchte das ETH-Team eine Verpackungslösung, die mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllt: maximalen Erschütterungs- und Stossschutz auf einem langen internationalen Transportweg, passgenaue Aufnahme der Komponenten inklusive komplexer Verkabelung, Stapelbarkeit für den effizienten Versand, und das alles mit einem möglichst geringen ökologischen Fussabdruck.
Die Wahl fiel auf rEPS, ein 100 % recyceltes expandiertes Polystyrol als Kernmaterial für die Transportboxen.
Warum rEPS die richtige Wahl war
rEPS ist Nachhaltigkeit und Leistung in einem. Das Material wird aus sortenrein gesammeltem EPS-Altmaterial hergestellt und bietet dieselben mechanischen Schutzeigenschaften wie konventionelles EPS: hervorragende Stossdämpfung, geringes Eigengewicht und zuverlässige Vibrationsdämpfung über lange Transportstrecken.
Was rEPS für dieses Projekt besonders geeignet machte:
- 100 % recyceltes Material, kein Primärkunststoff, volle Ressourcenschonung
- Exzellente Polstereigenschaften zum Schutz sensibler Elektronik vor Vibrationen und Stössen
- Präzise Verarbeitbarkeit für massgeschneiderte Innengeometrien mit komplexen Konturen
- Leichtes Eigengewicht, relevant bei Luftfracht und internationalen Versandkosten
- Erfüllung internationaler Exportbestimmungen für den Versand nach Japan
Für Unternehmen, die ihre Verpackungen heute schon auf recyceltes Material umstellen möchten, ist rEPS ein konkreter, technisch ausgereifter Einstieg ohne Abstriche beim Schutz. Mehr zu unserem rEPS-Material und den verfügbaren Anwendungen finden Sie in unserem Materialbeitrag.
Von der Anforderung zur Serienlösung: der Entwicklungsprozess
Hinter den 150 ausgelieferten Transportboxen steckt ein strukturierter Entwicklungsprozess vom ersten Briefing bis zur Serienfreigabe:
- Anforderungsanalyse: Gemeinsam mit dem Team um Adamo Gendotti vom IPa der ETH Zürich wurden die genauen Anforderungen definiert: sechs Edelstahlzylinder inklusive ihrer Verkabelung mussten passgenau und fixiert aufgenommen werden. Die Box musste ausserdem der Stapellast einer zweiten, vollbeladenen Box standhalten.
- Konstruktion und Prototyp: Auf Basis der technischen Spezifikationen entwickelten wir eine massgeschneiderte Innengeometrie aus rEPS, die jeden Zylinder und jedes Kabel ohne zusätzliche Fixierungselemente an seinem Platz hält. Ein Prototyp wurde gefertigt und dem ETH-Team zur Verfügung gestellt.
- Belastungs- und Passformtests: Der Prototyp durchlief umfangreiche Tests: Passform der Komponenten, Stapelbelastung, Vibrationssimulation für den Lufttransport. Erst nach bestandenem Test erfolgte die Freigabe zur Serienfertigung.
- Serienfertigung und Auslieferung: 150 Transportboxen wurden gefertigt und pünktlich ausgeliefert.
Dieser Ablauf ist der Standard, den wir bei Sarna Plastec für jedes Verpackungsprojekt anlegen. Mehr zu unserem Entwicklungsprozess erfahren Sie auf unserer Seite zu Transportverpackungen.
Schweizer Forschung, Schweizer Verpackungskompetenz
Was dieses Projekt besonders macht, ist nicht nur die technische Herausforderung, sondern auch, was dahintersteckt. Schweizer Spitzenforschung auf Weltniveau, die mithilfe einer nachhaltigen Schweizer Verpackungslösung ihren Weg nach Japan findet. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, bei der beide Seiten das Beste aus ihrem Fachgebiet eingebracht haben.
Wir bedanken uns herzlich bei Adamo Gendotti und dem gesamten Team des IPa der ETH Zürich für das Vertrauen in unsere Verpackungskompetenz und die konstruktive, unkomplizierte Zusammenarbeit.
Nachhaltige Transportverpackungen für anspruchsvolle Anwendungen sind unser tägliches Geschäft, ob für die Forschung, die Medizintechnik, die Industrie oder den internationalen Export. Einen Überblick über unser gesamtes Materialportfolio von rEPS über Green Planet bis BioFoam finden Sie auf unserer Website.